Vergangenes

Ich muss gleich zu Anfang mal gestehen, dass ich als Kind definitiv nicht normal war. Bevor ich überhaupt in die Schule kam, habe ich mir großteils mit dem TV und der Hilfe meiner Mutter, die mir immer wieder etwas vorlas das Lesen selbst beigebracht. Um mich noch etwas nerdiger dastehen zu lassen, sollte gesagt werden, dass ich zweisprachig aufgewachsen bin und somit zumindest das Lesen in beiden Sprachen mehr oder weniger gut beherrschte, als ich in die Schule kam. Als dann der richtige Unterricht los ging, war ich kaum noch zu bremsen. Nach kürzester Zeit lieh ich mir dann schon in unserer Schulbibliothek die Bücher für die älteren Kinder aus. Man kannte mich dort schon und schüttelte jedes Mal den Kopf, wenn ich mir wieder zwei dicke Wälzer auf einmal mitnahm.

Das Schreiben kam dann erst später dazu. In der zweiten Klasse gab es einen Schreibwettbewerb. Unsere Lehrerin wollte und den Spaß am Schreiben näherbringen und so meldete sie uns an und reichte unsere Kurzgeschichten ein. Wenige Wochen später erhielten wir die Benachrichtigung, dass unsere Klasse gewonnen hatte und unser Preis sich auf dem Weg zu uns befand. Die Lehrerin nahm mich zur Seite und teilte mir mit, dass meine Kurzgeschichte gewonnen hatte und fragte, ob es für mich in Ordnung wäre, wenn wir sie auf dem Gang vor dem Klassenzimmer aufhängen könnten. Ab dem Moment war mir klar, dass ich Schreiben und alles was dazu gehörte liebe! Es ging weiter mit der Schülerzeitung und einigen Versuchen am Bloggen, die ich allerdings alle zeitbedingt wieder aufgeben musste.

Bruch

…und wie es der Titel schon sagt, hörte ich einfach auf. Entmutigt und durch den Einfluss meines Umfeldes davon abgebracht geschah nichts mehr auf der Schreibfront. Es dauerte ganze 3 Jahre bevor ich mich wieder an die Tastatur setzte um etwas neues zu produzieren. Allerdings waren die Selbstzweifel, wie vermutlich bei jedem angehenden Autor/ angehenden Autorin groß und so wurde keine meiner Kurzgeschichten oder Gedichte je öffentlich gemacht.

Mein Interesse an Literatur blieb allerdings bestehen, weshalb ich dann mit einem Germanistikstudium begann. Ich liebe es mich mit Büchern und Sprache zu befassen und so konnte ich meine Interessen gut kombinieren und meine Leidenschaft vielleicht irgendwann einmal zum Beruf machen.

Sprung zum Jahr 2019/2020! Ein guter Freund begann sich mit mir über das Schreiben und Autorsein zu unterhalten. Er hatte eine Idee und wollte sie nun endlich zu Papier bringen. Ich war begeistert und bot ihm jede Hilfe an… 

Rückkehr

…allerdings muss ich auch gestehen, dass ich zeitgleich sehr neidisch wurde. Jede freie Minute verbrachte ich damit, sein Manuskript durchzuarbeiten und auf Logik, Syntax und Orthografiefehler zu achten. Es ging gut voran, aber irgendetwas in mir hörte nicht auf sich bemerkbar zu machen. Und irgendwann stand der Entschluss dann fest.

Ich werde Autorin. Ich werde ein Buch veröffentlichen!

Denn, auch wenn ich lange keine Zeit mehr damit verbracht habe neue Texte zu schreiben, die nichts mit meinem Studium zu tun hatten, so hatte mein Kopf nicht aufgehört mich mit spannenden und interessanten Plots zu beschießen. Ich fing eine Sammlung an Ideen an und versuchte mich am Plotten…

Was dabei raus kam und wie es nun mit mir weitergeht, seht ihr nun bald hier. Also bleibt dran für chaotische Geschichten aus dem Schreiballtag einer Jungautorin.

Und wie sieht es bei euch aus? Habt ihr schon Erfahrungen mit dem Schreiben? Fangt ihr gerade erst an oder habt ihr sogar schon etwas veröffentlicht? Kommentiert gerne eure Lebenswege!